Technik

Metten - Seliger Beleuchtung kommt jetzt wieder raus - einfach nur Elektroschrott

Beitrag erstellt 7 Jahre, 5 Monate und 5 Tage nach einzug ins Haus

Metten macht wirklich tolle Materialien für den Außenbereich, ob Platten oder Steine jeglicher Art. Da ist eigentlich für jeden was dabei. Aber Beleuchtung? Das ist für uns untragbar. Die Metten - Seliger Beleuchtung kommt jetzt wieder raus.

Beleuchtung in Eingang und Terrasse

In unserem Eingangsweg und in den Terrassenplatten wurden insgesamt 13 Seliger Skylight Nano 500 verbaut, die von Metten als Lichtpunkte vertrieben wurden.

Die Leuchten werden an eine "Steuerelektronik" angeschlossen und die besagte Elektronik wird mit 12v Wechsel- oder Gleichspannung betrieben. Bei uns im Keller hatte ich ein altes 12v Wechselstrom Netzteil von einem Halogen-Seilsystem, das dann einfach durchgereicht wurde bis zum Eingang bzw. der Terrasse. Sowohl am Eingang als auch auf der Terrasse hatte ich mich rückversichert, dass auch wirklich 12v ankommen.

Bereits nach wenigen Wochen sind vereinzelt Lichtpunkte Ausgefallen und andere wiederum sind so schwach leuchtend geworden, dass ich diese reklamieren musste. Dann wurde mir ersatz zugesandt und wieder, wenige Wochen später waren insgesamt sieben (7!) von 13 Lichtpunkten kaum mehr am leuchten. Ich hatte noch mal ersatz bekommen und war da schon sehr verärgert über die Situation.

Dies ist leider das einzige Bild, dass mein Handy nicht automatisch korrigiert hat und wo man mal erkennt, dass einer von beiden kaum noch Leuchtkraft besitzt

Die zu dem Zeitpunkt sieben neuen Lichtpunkte waren viel stärker als die restlichen sechs die jetzt noch als "gut" von uns bewertet wurden, aber ich dachte mir, die neuen werden sich bestimmt irgendwann an die alten anpassen. Was auch wirklich so war, allerdings schon nach einer Woche, wo ich eigentlich sämtliche Lichtpunkte hätte Reklamieren müssen. Wenn das so schnell geht, dann stimmt ja was mit den Leuchten nicht.

Egal, die Lichtpunkte hatten sich alle mehr oder weniger angeglichen und blieben dann gleichmäßig - Ich sage hier bewusst nicht "Stabil" weil sie alle nach und nach immer ein bisschen schwächer wurden.

Einfahrt

Jetzt hatten wir ja die Einfahrt pflastern lassen. Das System hat sich nun geändert, statt einer Steuerelektronik, die offensichtlich nicht gut funktioniert hat, laufen die Lichtpunkte nun mit 24v Gleichspannung. Hmmm... Ob mein Problem wohl ein geläufiges Problem war und sie es verstanden hatten? Wer weiß.

Ich hatte mir von meinem Elektriker ein Mean Well, 24v Gleichspannungs-Netzteil in die Unterverteilung der Garage einbauen lassen. Alle leuchten mit einem Relais verbunden, 24v des Netzteils dran und alles lief in den ersten Tagen wunderbar.

Dann fiel die erste aus

Dann fiel eine zweite aus

Und über den lauf der nächsten drei Wochen (!) fielen noch zwei weitere Lichtpunkte aus. Die, die mir nach und nach zugeschickt wurden, hatten teilweise Wackelkontakte oder liefen einfach gar nicht. Zuletzt wurde mir dann eine zugeschickt mit der Zusicherung, dass man sie auch wirklich noch mal ausprobiert habe.

Ja, ne liebe Firma Metten oder Seliger, so läuft das mit mir nicht. Ich hab ja jetzt kein Bock mich alle zwei Wochen um weitere Reklamationen zu kümmern. Also habe ich erneut (wahrscheinlich das fünfte oder sechste mal) gecheckt ob auch alle Spannungen wirklich passen. Lichtpunkt ausgebaut und mal gemessen. 24v sind da, wenn aus ist ist auch keine Streuspannung auf der Leitung. Kabel alle noch mal überprüft ob nicht doch irgendwo ein Problem besteht. Aber alles war in Ordnung.

Lichtpunkt wieder eingebaut, eingeschaltet, Zack, Lichtpunkt defekt. 🤬

Firma Metten / Seliger sagt mal, wollt ihr mich Verarschen???

Rekapitulation

BezeichnungKostenAnzahlSumme
Lichtpunkt115 €161840 €
Kabel10 €16160 €
Netzteil25 €125 €
Gesamtsumme2025 €

Also, ich habe jetzt 2000€ ausgegeben und da ist die Zeit, die zwei Galabauer brauchten um die Kabel zu verlegen und sie in Sand zu betten noch nicht mal mit drin. Und dann erhalte ich so einen Schrott?

Ich bin leider in solchen Situationen relativ impulsiv und schnappe leicht ein.

Die ganze Kommunikation über drei Ecken um dann meine Reklamation erneut aufzugeben und die Tatsache, dass die Lampen alle der Reihe nach ausfallen, hat mich so wütend gemacht, dass eine sofortige Lösung herbei musste

Schnauze voll, Metten - Seliger Schrott fliegt raus!

Amazon durchsucht nach Lichtpunkten die in ein 26mm Loch passen und möglichst mit Gleichspannung laufen, 5v, 12v, 24v, mir egal. 18er Pack gefunden, 55€, gekauft!

Von der Hochwertigkeit her ist da auf jeden Fall ein spürbarer Unterschied, aber dennoch fühlen sich diese Leuchten ganz gut an. Das Steckersystem, dass bei den Leuchten verwendet wird, ist ein 0815, 2pin verschraubbarer Stecker. Findet man bei Amazon sehr häufig.

Das Konzept der Leuchten ist hierbei etwas anders gedacht. Hierbei werden die einzelnen Leuchten Daisy-Chain style alle aneinander gehängt, die eine schließt an die nächste an und die wiederum an die nächste, usw.

Da ich aber bereits Kabel, für jede Leuchte einzeln, im Boden hatte und ich mir den Weiblichen Stecker sparen wollte zu kaufen, habe ich das Weibliche ende abgeschnitten und mit Schrumpfschlauch, welcher auch Kleber enthält, abgedichtet.

Ab zum Baumarkt einen Plattenheber besorgen und ran an den Speck

Ich habe jeden der 16 Steine herausgehoben, das Kabel durchtrennt, das Weibliche ende des Lichtpunktes mit Lötverbindern an dem Kabel verbunden, Schrumpfschlauch drüber gezogen, Lichtpunkt eingebaut und den Stein wieder rein gehoben.

Das Ergebnis sieht dann so aus...

Danke liebe Firma Metten - Seliger, dass ihr mir gezeigt habt (mehrmals), dass man eure Beleuchtungskomponenten einfach nicht verwenden sollte.

Was für eine Kontroverse, super teuer in der Anschaffung und dann erhält man billigen Elektro Bullshit in "made in Germany" Edelstahlgehäuse, mit Proprietären Stecker der darauf ausgelegt ist kaputt zu gehen, wenn man markenfremde Komponenten verwendet.

Meine Vermutung und Gedanken dazu

Ich tippe darauf, dass die Lichtpunkte mit dem Seliger Netzteil betrieben werden müssen und wenn man das nicht tut, dann gehen halt die Lichtpunkte kaputt. Ach so, bei 16 Lampen bräuchte ich eigentlich noch 16 Adapter (Y-Kabel in fancy), die jeweils noch mal knapp 10€ gekostet hätten. Dann hätte ich zwei Steckernetzteile nehmen müssen, an die jeweils nur maximal acht Lichtpunkte dran gedurft hätten.

Mein Amazon noName 3,05€ "teurer" Lichtpunkt tut was er soll, mit jedem 12v DC Netzteil das es auf dieser Welt gibt, ohne murren, auch mittels PWM Dimmbar, selbst wenn das Kabel 50m lang ist und ich kann mir jederzeit für einen ähnlichen Preis neue kaufen. Da der Stecker sehr weit verbreitete ist, werde ich auch dort niemals wieder Probleme haben.

Meine Langfristige Planung mit Amazon noName Lichtpunkten

Sicherheitshalber habe ich mir noch zwei Packungen von diesen Amazon Leuchten besorgt und werde wahrscheinlich die nächsten Jahre keine neuen mehr brauchen.

Eingang und Terrasse müssen auch noch auf diese Leuchten umgebaut werden. Dieser Metten - Seliger Schrott fliegt jetzt überall raus!

Disclaimer

Mein Fall hier muss nicht für alle gleich ablaufen. Ich gehe davon aus, dass viele sich das mit den entsprechenden Netzteilen von Metten - Seliger, von einem Elektriker installieren lassen und das lange funktioniert.

Dies hier spiegelt meine Erfahrung und meine Meinung wieder. Einem Hersteller sollte es nicht erlaubt sein, seine LED's auf seine Netzteile oder anderen Komponenten zu paaren und wenn man Komponente A oder Komponente B von einem anderen Hersteller nimmt, dass man dann so Probleme hat. Damit bin ich nicht einverstanden und wann immer ich kann, werde ich den Menschen versuchen zu vermitteln, dass sie nicht auf diese Abzocke reinfallen sollen.

Metten - Seliger Beleuchtung besser nicht kaufen! Erspart euch diesen Ärger.

Ich will mehr Photovoltaik

Beitrag erstellt 5 Jahre, 7 Monate und 29 Tage nach einzug ins Haus

Tja, jetzt haben wir 3kWp auf dem Dach und können damit rein gar nichts anfangen, weil der Wechselrichter seinen Geist aufgegeben hat. Was tun? Ein neuer Wechselrichter muss her, klar. Aber kann man im Zuge dessen nicht noch ein bisschen mehr PV aufs Dach packen?

Von unserem Elektriker hier um die Ecke hatten wir die Empfehlung auf das solarenergie-netzwerk.de bekommen, dass der wohl häufiger mit denen zusammenarbeiten würden und das alles immer reibungslos liefe. Alles klar, Mitte März hatten wir den Herrn René Hegel kontaktiert, ob er sich unsere Gegebenheiten mal ansehen und uns beraten könnte. Am 06. April hatten wir dann einen Besuch und ich war überrascht...

Sie haben Loxone? Dann würde ich Ihnen zu einem Fronius Wechselrichter raten, die harmonieren sehr gut miteinander.

Zitat: René Hegel

An dieser Stelle war ich Feuer und Flamme für das Solarenergie-Netzwerk ❤️.

Kurz nach Einzug in das Haus, hatte Viebrock, bzw. Kühn Solar versucht unsere Strings, vom Dach in den Keller zwei zu teilen, weil der alte Wechselrichter Probleme hatte, mit der Leistung. Da neuere Wechselrichter gar kein Problem mehr mit etwas mehr Spannung der Paneele haben, kommt uns das in der aktuellen Planung sehr zu Gute.

Aufgrund dessen, dass inzwischen ein APZ Feld im Zählerschrank notwendig ist, hatte uns der Elektriker gesagt unser Schaltschrank müsse neu aufgebaut werden. Ich habe ihm dann mal unseren Schaltschrank gezeigt... Ca. 25 CAT7, pro Raum zwei bis sechs Stromkabel, Loxone, alter PV-Kram, kein Platz auch nur ein Kabel zusätzlich zu ziehen. Ganz davon abgesehen, dass jedes der CAT7 Kabel verlängert werden müsste.

Oh, dass können wir nicht einfach neu verkabeln... Dafür brauchen wir eine ganze Woche

Zitat: Elektriker-Mitarbeiter

Alternative ist, dass ein neuer Zählerschrank installiert und der aktuelle Zählerschrank zur Unterverteilung wird. Neuer Kasten, Kabel ziehen, alles verkabeln... Uiuiui, na gut!

Der Plan:

  • Weitere 4kWp
  • Wechselrichter: Fronius Symo Gen24 6.0
  • Batterie: BYD HVS 10.2
  • Bestehender Zählerschrank muss zur Unterverteilung umgebaut werden

Aufstellung der Kosten (Auftragsbestätigung)

BezeichnungMengePreis
Sunpower Maxeon 3-395 mit 395Wp102970 €
Solargeneratorgestell10790 €
Kabel, Stecker, Kleinteile1290 €
Fassadengerüst1800 €
Montage und Inbetriebnahme alles, außer Batterie11750 €
AC-Elektroanschluss (neuer Zählerschrank inkl. Verkabelung)12999 €
BYD HVS 10.2 + Fronius Symo GEN24 6.0 Plus17900 €
Montage/Anschluss und Inbetriebnahme des Speichersystems1900 €
Summe (Netto)18399 €
Summe (Brutto)21894,81 €

Da fällt man fast aus den Latschen, wenn man die Preise genannt bekommt. Im Angebot war alles noch mal ein wenig günstiger, aber dank der Pandemie sollte sich erst noch im Laufe der Zeit zeigen, dass es noch schlimmer geht.

Okay, butter bei die Fische, wann geht es los? Wir haben jetzt April, diesen Monat? Nächsten Monat?

Wahrscheinlich erst im November! Ist gerade nicht so leicht an die Komponenten zu kommen, speziell der Wechselrichter und die Batterie.

Zitat: René Hegel

Da guckt man nicht schlecht, wenn man so etwas gesagt bekommt.

Die Monate gingen ins Land und irgendwann kriegten wir einen Anruf von dem netten Herr Hegel:

Gerüst kommt am 28.09.2021, PV-Anlage wird komplett am 29.09. - 30.09.2021 Montiert und eingerichtet

Zitat: René Hegel

Juhuuuuuu, es geht voran und sogar ein wenig früher als angenommen.

An dieser Stelle bleibt mir nur zu sagen, Danke liebes Solarenergie-Netzwerk für die tolle Arbeit und Danke Herr Hegel, der mir auch im Nachgang noch für Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung stand.

Was mir nicht so gut gefallen hat

Leider muss ich sagen, dass die Zusammenarbeit mit dem Elektriker-Unternehmen V.D. Elektrotechnik jetzt nicht die beste war, aber deren Zeiten die die sich aufgeschrieben haben, waren schwer übertrieben.

  • Mittwoch (5h aufgeschrieben):
    • 11:45 - 11:55
    • 14:50 - 16:25
  • Donnerstag (6:30h aufgeschrieben):
    • 10:55 - 12:45
    • 14:35 - 17:05
  • Freitag (2:45h aufgeschrieben)
    • 08:35 - 09:55

Also zwischen 8:25 und 09:55 liegen 2 Stunden und 45 Minuten, Respekt.

Die Zeiten wurden natürlich doppelt genommen, weil der Azubi dabei stand, auch wenn er nur Rohre sägen durfte.

Mit falsch eingebauten SmartMeter, verdrehte Phasen, fehlende null am SmartMeter (in der Anleitung steht, man soll sie befestigen), Small-Talk über Autos hab ich kein Problem, passiert, sollte nicht, aber passiert. Aber wie die Stunden abgerechnet wurden, finde ich eine absolute Frechheit und zeigt mir, dass ich mit diesem Unternehmen nicht mehr zusammen arbeiten werde.

Ich kann mich relativ gut an die Zeiten erinnern, weil ich immer beim Eintreffen und beim Verlassen des Elektrikers an meine Frau SMS geschrieben habe wie: "Juhuu, der Elektriker ist da, jetzt kann es los gehen" oder wie: "Oh nein, der Elektriker musste jetzt fahren und macht dieses und jenes erst morgen fertig". Aufgrund dessen, dass ich ein SmartHome habe, mit einem Tracker an meiner Haustüre, konnte ich relativ genau sagen, wann das war, die Zeiten oben sind schon zugunsten der Elektriker-Firma.

Powerinterface Raspberry Pi Update

Beitrag erstellt 5 Jahre, 1 Monat und 23 Tage nach einzug ins Haus

Nun, das Powerinterface-Abbild läuft jetzt schon bei einigen auf ihren Raspberry Pi's problemlos und ist auch stabil. Für diejenigen unter euch die das dringende Bedürfnis verspüren ein Update einzuspielen, hab ich ein kleines Skript aufgesetzt. Die Vorgehensweise wird sein, dass wir erst mal von unserem Raspberry Pi ein Backup erstellen, dann das Update durchführen und im Worst-Case das Backup wieder zurück spielen.

Backup erstellen

  1. Raspberry Pi herunterfahren dazu unter Windows wie folgt vorgehen (einfach das MikroUSB Kabel aus dem PI zu ziehen kann die Daten auf der SD-Karte zerstören):
    1. Windows-Taste und "R" gleichzeitig drücken
    2. In das "Ausführen" Fenster powershell Eintippen und Enter drücken
    3. Mit dem Befehl (IP des Raspberry bitte eintragen): ssh pi@IP_DES_RASPBERRY sich zu dem Raspberry PI Verbinden
      (beim ersten mal werdet ihr gefragt Are you sure you want to continue connecting (yes/no)?, einfach yes eintippen und Enter drücken)
    4. Password raspberry eintippen und Enter drücken
    5. Jetzt den Raspberry Pi herunterfahren mit dem Befehl: sudo shutdown -h now eintippen und Enter drücken
    6. Wenn der PI um die zehn Mal mit der grünen Leuchte geblinkt hat, dann ist er heruntergefahren und kann von dem Mikro-USB Kabel getrennt werden.
  2. Das Programm Win32 Disk Imager herunterladen und installieren
  3. Win32 Disk Imager starten
  4. Mit einem klick auf das Ordnersymbol öffnet sich die Dateiauswahl. Navigiert an den Ort wo Ihr mindestens so viel Platz habt, wie die SD-Karte groß ist und vergebt einen Dateinamen bspw: Powerinterface_2021_05_02.img und klickt anschließend auf Öffnen (vergesst bitte nicht die Endung .img sonst kriegt ihr sie im Raspberry Pi Imager nicht angezeigt).
  5. SD-Karte aus dem Raspberry Pi entnehmen und in den Kartenleser einstecken und im Falle eines USB-Kartenlesers den in den USB-Port des PC's stecken
  6. Wählt in der Auswahlbox rechts neben dem Ordnersymbol nun das neu hinzugekommene Laufwerk aus (Im Windows-Explorer könnt ihr den Laufwerksbuchstaben dadurch identifizieren, dass es jetzt ein boot Laufwerk gibt)
  7. Jetzt nur noch auf Lesen klicken und der PC erstellt von eurer SD-Karte eine Kopie.
  8. Wenn ihr fertig seid, die SD-Karte wieder zurück in den Raspberry PI Stecken und den Mini-Computer mit Strom verbinden. Der Pi fährt dann wieder hoch und ist nach ca. drei bis fünf Minuten wieder fleißig am Arbeiten 🙂

Was passiert beim Update?

  • Das Update führt ein System-Update durch, sodass das Linux auf einem aktuellen Stand ist.
  • Das Powerinterface Projekt wird auf die Aktuelle version aktualisiert und der Installationsprozess neu angeschmissen.
  • Grafana wird in der Version 7.5.5 heruntergeladen und installiert.
  • Anschließend lädt der Raspberry Pi automatisch ein Skript herunter was ihn beim nächsten Neustart anweist seine SD-Karte voll auszuweiten. Dies ist besonders nützlich wenn man das Backup auf eine größere SD-Karte spielt und schadet in keinem Falle.
  • Wenn der Pi auch damit fertig ist, dann startet er sich ein Mal neu.

Update durchführen

Hier führen wir jetzt das Update durch.

  1. Windows-Taste und "R" gleichzeitig drücken
  2. In das "Ausführen" Fenster powershell Eintippen und Enter drücken
  3. Anschließend diesen Befehl ausführen (IP des Raspberry bitte eintragen):
    ssh pi@IP_DES_RASPBERRY "curl https://dl.heimbauprojekt.de/update_powerinterface | bash"
    (beim ersten mal werdet ihr gefragt Are you sure you want to continue connecting (yes/no)?, einfach yes eintippen und Enter drücken)
  4. Tippt das Passwort: raspberry ein und bestätigt mit Enter

Der Raspberry Pi ist jetzt je nach Modell und Anzahl an Updates 5-15 Minuten am Aktualisieren. Wenn er fertig ist startet er neu und ihr solltet die aktuellste Version haben (Bitte habt Geduld, der Pi braucht beim Starten immer etwas).

Backup zurückspielen

Hier geht es darum, dass erstellte Image wieder zurück zu spielen. Dieser Prozess ist identisch zu dem wie ihr eine IMG Datei auf die SD-Karte schreibt. Diesen Prozess habe ich bereits in meinem Beitrag MyPowerrouter.com wird abgestellt - Raspberry PI als Ersatz unter Installation beschrieben.

  1. Führt die Schritte 1.1 - 1.6 aus dem Backup erstellen Abschnitt aus um den Raspberry PI herunter zu fahren (falls ihr diese Karte verwenden wollt)
  2. Startet den Raspberry Pi Imager
  3. Klickt auf OS WÄHLEN
  4. Klickt in der Liste, ganz unten auf Eigenes Image
  5. Öffnet eure IMG Datei
  6. Klickt jetzt auf SD-KARTE
  7. Wählt hier bitte mit äußerster Sorgfalt euren SD-Kartenleser aus, wo die MicroSD-Karte drin steckt
    (ACHTUNG: Auf dem ausgewähltem Gerät wird ALLES gelöscht und das Raspberry Pi Betriebsystem installiert)
  8. Vergewissert euch bitte nochmal, dass ihr wirklich den SD-Kartenleser mit der zu beschreibenden MicroSD-Karte ausgewählt habt
  9. Klickt auf SCHREIBEN

Anschließend kann die SD-Karte in den Raspberry Pi gesteckt werden und ihr habt den Stand aus der IMG Datei hergestellt. Strom rein und ab dafür!

Sollte es zu Problemen kommen, bitte zögert nicht mit mir in Kontakt zu treten. Einfach über das Kontakt Formular oder über die Kommentar Funktion.

MyPowerrouter.com wird abgestellt - Raspberry PI als Ersatz

Beitrag erstellt 4 Jahre, 11 Monate und 12 Tage nach einzug ins Haus

Achtung!

Mein Powerrouter hat leider seinen Geist aufgegeben und wurde von Viebrock zurückgenommen. Er ist auch schon abgebaut! Ich versuche, so weit es mir möglich ist, dass Projekt am laufen zu halten und werde auch in Zukunft das Abbild für den PI auf meinem Server lassen. Jeder kann es sich weiterhin kostenlos herunterladen.

Gerade geht es heiß her im Internet wenn es um das Thema Powerrouter geht. Nedap stellt den Online-Monitoring-Service zum 01. Mai ein. So wie ich das in den Foren gesehen habe poppen jetzt aus allen Richtungen sehr kreative Ideen aus dem Boden.

Da ich ebenfalls für meinen Nedap Powerrouter eine Lösung brauche und mir viele andere Ideen etwas zu invasiv für mein restliches Netzwerk sind, habe auch ich mich an die Arbeit gemacht und etwas zurecht getüftelt. Es musste etwas sein das keinen Einfluss auf den rest meines Netzwerkes hat. Etwas, das man einfach irgendwo dazwischen stecken kann und ohne Zutun funktioniert.

Mein Setup

Also habe ich mit einen Raspberry Pi B+ von 2015 und einen USB-Netzwerkadapter geschnappt, ein aktuelles Raspberry Pi OS installiert und mal geschaut was man alles braucht und direkt los gelegt. So soll es dann hinterher angeschlossen werden:

Das ganze System ein Mal komplett installiert, angeschlossen und siehe da... nach zwei Tagen sind schon sehr informative Daten da.

Was dazu gebraucht wird

  • Raspberry PI (Version ist eigentlich egal. Selbst bei meinem B+ läuft es gut. Er sollte aber einer sein mit Netzwerkanschluss B+, 2, 3, 3+, 4 und 5 gehen ohne Probleme). Natürlich sind die ab dem Pi 2 eine ganze Ecke schneller und eher geeignet, gerade wenn man nach einigen Monaten viele Daten hat.
    Am besten nehmt ihr ein Kit, weil da schon fast alles dabei ist, was man so braucht, wie bspw. hier:
    • Pi 3+ (*)
    • Pi 4 (*) (Der Pi 4 ist zwar viel leistungsstärker, verbraucht aber auch etwas mehr Strom und entwickelt u.U. etwas mehr Hitze)
  • MicroSD-Karte mindestens 8GB bspw. die SanDisk Ultra 32 GB (*)
  • Raspberry Pi Netzteil bspw. offizielles Pi 3 Netzteil (*), offizielles Pi 4 Netzteil (*), oder offizielles Pi 5 Netzteil (*)
  • Optional (falls kein Kit gekauft wurde, bei dem eins mit dabei ist) kann man dem Pi auch ein Gehäuse gönnen bspw. Pi 4 (*) oder für Pi B+, 2, 3 und 3+ (*) ab dem Pi 4 lohnt sich ggf. auch ein Gehäuse, dass den Pi gut kühlt, wie bspw. ein Passiv Pi 4 Gehäuse (*) oder ein Passiv Pi 5 Gehäuse (*)
    Wer den Pi vielleicht an der Wand montieren möchte, kann auch solche Gehäuse nehmen. Sowohl für den Pi B+, 2, 3 und 3+ (*) als auch für den Pi 4 (*) - da kann man dann auch den Lüfter mit im Gehäuse montieren, was wahrscheinlich der Langlebigkeit des Raspberry Pi's gut tut.
  • Einen USB-Netzwerkadapter. Man kann fast jeden nehmen. Ich habe einen alten von Apple mit USB 2.0, aber selbst die 2€ teile aus Fernost funktionieren fast alle ohne irgend ein zutun. Man braucht auch kein USB 3.0 oder 1Gbit, da der Netzwerkanschluss des Powerrouters nur 10Mbit hat.

Abbilder für den Raspberry Pi

VersionDownload LinkGrößeBemerkung
v0.1.10Link3,2 GB
v0.2.3Link3,2 GB- Statusmeldungen vom Powerrouter
- Pushbenachrichtigungen auf Mobiltelefon via Pushover möglich
v0.2.4 (aktuell)Link3,2 GBMehrere Powerrouter können in Grafana differenziert werden
v0.2.4
(Beta PI4/PI5 kompatibel)
Link1,4 GBDie vorherige Version aber mit einem Update, sodass das Image auch auf einem PI 4 und PI 5 läuft (mit pishrink verkleinert)

Installation

  • Ladet euch mein Abbild (ich empfehle die aktuelle Version) des Raspberry Pi Betriebsystems herunter und legt es euch irgendwo ab, wo ihr ein wenig Platz habt.
  • Ladet euch den Raspberry Pi Imager hier herunter und installiert ihn euch
  • Steckt die MicroSD-Karte mit einem SD-Kartenlesegerät in euren Computer oder falls ihr einen im Rechner/Notebook habt, tut der es natürlich auch
  • Öffnet den Raspberry Pi Imager
    • Klickt auf OS WÄHLEN
    • Klickt ganz unten auf Eigenes Image
    • Öffnet eure heruntergeladene Zip Datei (muss nicht unbedingt entpackt werden)
    • Klickt jetzt auf SD-KARTE
    • Wählt hier bitte mit äußerster Sorgfalt euren SD-Kartenleser aus, wo die MicroSD-Karte drin steckt
      (ACHTUNG: Auf dem ausgewähltem Gerät wird ALLES gelöscht und das Raspberry Pi Betriebsystem installiert)
    • Vergewissert euch bitte nochmal, dass ihr wirklich den SD-Kartenleser mit der zu beschreibenden MicroSD-Karte ausgewählt habt
    • Klickt auf SCHREIBEN
  • Wenn der Pi Imager fertig ist, steckt die frisch beschriebene SD-Karte in den Raspberry Pi
  • Verbindet den Raspberry Pi mittels Netzwerkkabel mit eurem Internet-Router
  • Verbindet den Powerrouter mit dem USB-Netzwerkadapter
  • Steckt den USB-Netzwerkadapter in einen USB Port des Raspberry Pi
  • Verbindet den Pi mit dem Netzteil (und schaltet ihn ein, wenn das Netzteil einen Schalter hat)

Abrufen der Daten

Zuallererst müsst ihr die IP Adresse des Raspberry Pi herausfinden. Ggf. reicht es den Pi über powerinterface.local oder powerinterface.fritz.box aufzurufen. Wenn alles funktioniert hat (bitte habt hier ein paar Minuten Geduld mit dem Pi, er muss alle Dienste hoch fahren, und das kann u.U. vier-fünf Minuten dauern) und der Pi schon die erste Anfrage des Powerrouters erhalten hat, solltet ihr eine ähnliche Seite angezeigt bekommen, wie die mypowerrouter.com Seite als "Aktuelle Werte" darstellt, nur eben in statischer Form (Bild kann ggf. durch das Softwareupdate abweichen).

Grafana: http://[RASPBERRY_PI_IP]:3000 bzw. powerinterface.local:3000 bzw. powerinterface.fritz.box:3000
AdGuard: http://[RASPBERRY_PI_IP]:5000 bzw. powerinterface.local:5000 bzw. powerinterface.fritz.box:5000
Werte für externe Systeme, wie Loxone: http://[RASPBERRY_PI_IP]/values.json bzw. powerinterface.local/values.json bzw powerinterface.fritz.box/values.json

Aber wir wollen uns ja schöne Grafen anzeigen lassen, also müssen wir die IP Adresse mit dem zusatz :3000 in die Browser-Adresszeile eintragen. Wir werden von einer Anmelde-Maske begrüßt in der wir die Zugangsdaten (s.u.) eintragen. Achtung: wir bekommen jetzt eine fast identische Maske erneut angezeigt, allerdings will Grafana hier, dass wir ein neues Passwort vergeben, weil wir das Standardpasswort benutzt haben.

In Grafana kann man nun oben auf das Home klicken, dann kann man das Dashboard Aktuelle Werte auswählen und erhält die statistischen Informationen die der Powerrouter weitergeleitet hat.

Ich habe noch ein weiteres Dashboard angelegt mit dem Titel Powerrouterdaten. Das sind noch Informationen die ich in der Datenbank gefunden habe. Das sind überwiegend die Werte die man direkt am Powerrouter selbst ablesen kann. Die beiden Werte energyPlatformProduced und energyPlatformConsumed konnte ich keiner klaren Information zuordnen und habe daher die Umbenennung weg gelassen.

Benutzerdaten

  • Grafana
    • Benutzername: admin
    • Passwort: admin
  • AdGuard
    • Benutzername: root
    • Passwort: toor
  • SSH
    • Benutzername: pi
    • Passwort: raspberry
  • InfluxDb
    • Benutzername: grafana
    • Passwort: grafana

Für die "Will ich selber machen"

Ich habe folgendes gemacht... Vielleicht hilft es dem ein- oder anderen

  • Internen (onboard) Netzwerkport (eth0) kriegt vom Router eine IP Adresse via DHCP
  • Zusätzlicher USB-Netzwerkport (eth1) hat eine feste IP Adresse (192.168.0.1) und sich selbst als Gateway
  • DHCP Server installiert und für das zusätzliche Netzwerkinterface (eth1) ausschließlich konfiguriert
  • Mittels firewalld habe ich dem System mitgeteilt, dass es als "Router" fungieren soll. Jegliche Kommunikation vom USB-Netzwerkanschluss wird an den internen Netzwerkanschluss einfach weitergeleitet.
  • AdGuard installiert und auf Port 5000 konfiguriert
  • In AdGuard die Adresse logging1.powerrouter.com per DNS-Rewrite auf die 192.168.0.1 weitergeleitet
  • Einen InfluxDb Datenbankserver installiert
  • In der InfluxDb eine Datenbank home angelegt
  • In der InfluxDb einen Benutzer grafana mit dem Passwort grafana angelegt
  • Aktuelles NodeJS installiert
  • Das Powerinterface von ngrie kopiert
    • Die vorherige Version v0.1.10 wiederhergestellt (die leitet die Anfragen an logging1.powerrouter.com weiter, damit das mypowerrouter.com Portal weiterhin funktioniert)
    • Die falsche IP Adresse die im Code steht durch die Adresse logging1.powerrouter.com ersetzt (der PI selbst nutzt ja den DNS vom Router)
    • Die InfluxDb konfiguriert und den Eintrag für die Weiterleitung in der config.yml hinterlegt
  • Grafana auf dem Port 3000 Installiert
    • In Grafana die Influx Datenbank als Data-Source konfiguriert
    • Zwei Dashboards gebastelt, was etwas Info darüber ausgibt was dem nahe kommt, was man aktuell auf mypowerrouter.com sehen könnt.
  • Über firewalld die Ports 22, 80, 3000, 5000 und 8086 für beide Interfaces freigegeben

Grafana Dashboards

Für diejenigen die das Powerinterface bereits im Einsatz haben oder es anders nutzen wollen, hier sind die beiden Dashboards:

Danke

Hier möchte ich mich bei allen bedanken.
Danke an Niklas Grießer, der das Powerinterface entwickelt hat, worauf das hier basiert.
Danke an Tino und Frank für die Grafana Dashboard Vorlagen
Vielen lieben Dank an alle die mir bis hier her einen oder mehrere Kaffee spendiert haben, finde ich wirklich grandios von euch!!!

Affiliate

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Loxone 1x1 - Aller Anfang ist schwer - wir machen Licht

Beitrag erstellt 1 Jahr, 2 Monate und 22 Tage nach einzug ins Haus

Viele Leute haben mich bereits gefragt: "Wie programmiert man denn das, was du da alles in deinem Haus verbaut hast?"
Da dies nicht immer ganz so selbsterklärend ist die Headline "Aller Anfang ist schwer".

Dies soll einen Anfang darstellen für die, die sich vielleicht im Vorfeld informieren oder es mal probieren wollen.

Nun, wenn ich es erklären müsste ohne Bilder, dann würde es noch verwirrender klingen als es eigentlich ist. Um es besser zu erklären muss ich aber ein wenig ausholen. Als erstes muss man wissen wie die Komponenten aufgebaut sind.

Komponenten

Nehmen wir als Beispiel den Loxone Miniserver

(Quelle shop.loxone.com)

An der oberen Seite sieht man die "Digital Inputs" dort werden Taster angeschlossen, diese erkennen eins und null (gedrückt und nicht gedrückt).
Die "Analog Inputs" können einen Wertebereich von 0-10 Volt erkennen, bspw. Sensoren für Helligkeit, Wärme, Wasserstand, o. Ä.)
Die "Analog Outputs" können einen Wertebereich von 0-10 Volt ausgeben um bspw. einen Dimmer zu steuern (nicht zu verwechseln mit dem Dimmen einer normalen Lampe)
Die "Relay" Ausgänge sind zum Schalten von Lampen, Stellventile der Heizung, Rolladen, Steckdosen, etc..
Lan ist Netzwerk, Power die 24 Volt des Miniservers, Link ist die Verbindung zu anderen Loxone Komponenten und KNX/EIB ist die Möglichkeit auch KNX Komponenten anzuschließen. KNX ist aber für diese Erläuterung erst mal unwichtig.

Verkabellung

Wenn man nicht auf das neue Tree setzt (haben wir nicht, kam nachdem wir mit dem Haus angefangen haben und wäre uns auch zu teuer gewesen), werden die Schalter-, Lampen-, Stellventile-, Steckdosen-, Rolladenkabel und was sonst noch so Schaltbar sein, Schalten oder Messen soll, als Kabel direkt bis an die Loxone Komponente (in unserem Beispiel der Miniserver von Loxone) in den Hauswirtschaftsraum bzw. Keller gelegt. Dies nennt man auch Sternverkabellung.

Dadurch ergeben sich dann solche Kabel mengen wie ich in den Umbaumaßnahmen gezeigt habe. Ja sieht furchtbar aus, ist es aber eigentlich gar nicht. Gute Elektriker blicken da ohne weiteres durch.

Wenn die Loxone Komponenten verbaut wurden, kriegt man von Loxone zertifizierten Elektrikern einen ausführlichen Plan, an welchem Ein-Ausgang was genau dran hängt. Von anderen Elektrikern kriegt man dies nur bedingt oder gar nicht, dann heißt es suchen 😂, so wie ich das machen musste. Wie ich das gemacht habe, gibt es in einem anderen Post 😉

Programm zum Programmieren

Für die Programmierung verwendet man bei Loxone die Software "Loxone Config". Diese Software ist komplett Kostenlos und deckt auch alle Loxone und einigen anderen Komponenten ab. Man kann sich auch mit der Loxone Programmierung auseinandersetzen ohne das man einen Miniserver hat. Einfach drauf los Programmieren und schauen was passiert. In der Loxone Config gibt es eine Simulation, in der man die meisten Features ausprobieren kann.

Wenn Ihr die Loxone Config das erste Mal startet wird es so in etwa aussehen:

 


Auch wenn es mehr so ein Punkt mitten drin ist, fangen wir mit dem Peripherie-Baum an. Dieser wiederspiegelt alle Komponenten die uns zur Verfügung stehen. Miniserver, Benutzer, Benutzergruppen, Kategorien, Räume, Eingänge, Ausgänge, Virtuelle Komponenten, KNX, Mitteilungen... etc. pp.
Was auch immer Ihr in eurem Programm benötigt, beschafft Ihr euch da her.

Die Menüleiste oben passt sich dem an, was Ihr gerade im Peripherie-Baum ausgewählt habt. Selektiert ihr, wie ich in dem Bild, den Miniserver, dann habt ihr oben an dem Menü noch den Punkt Miniserver. In dem dazugehörigen Untermenü erscheinen dann Features, die man für den ausgewählten Punkt hat (siehe Bild -> "Miniserver" neben "Diagnose").

Das Eigenschaften Fenster ermöglicht euch das detaillierte Konfigurieren, der Komponente die Ihr gerade ausgewählt habt. Darin könnt Ihr bspw. festlegen wie das Teil heißt, ob es in der Visualisierung (Handy-App, Internet-Browser, etc.) angezeigt werden soll, wer es in der Visualisierung sehen darf und alles was eine Komponente sonst noch für Eigenschaften haben kann.

So genug gefaselt, wie geht das jetzt? Moment, erst mal kommt noch schnell die Visualisierung.

Visualisierung

Die Visualisierung ist das, was wir von unserer Programmierung in unserem Smartphone/Tablet App bzw. unserem Browser Fenster sehen.

Hier greifen auch viele die KNX benutzen auf Loxone zurück und verwenden die Visualisierung daraus, da diese nun mal wirklich sehr schön ist.

Um ein Baustein in der Visualisierung anzuzeigen muss man lediglich im Fenster Eigenschaften einen Haken setzen.

Visualisierung Loxone

Bei einigen Bausteinen ist dieser Haken schon vorausgewählt, da man davon ausgeht, dass diese angezeigt werden sollen. Bei einer Licht-, Rolladen oder Heizungssteuerung ist das durchaus sinnvoll.

Das [startCode]Visualisierungskennwort[endCode] ist ein zusätzliches Passwort das man wählen kann, wenn man diese Komponente verändern möchte.

Bei [startCode]Erlaubte Benutzer lokal[endCode] ist die Benutzergruppe gemeint, die sich im häuslichen Wlan befindet. [startCode]Erlaubte Benutzer Internet[endCode] sind die gemeint, die sich über das Internet mit dem Loxone Miniserver verbinden.

Um sich aus dem Internet mit dem Miniserver zu verbinden ist eine Portfreigabe im Router notwendig. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass wenn es jemand schafft euer Passwort herauszufinden, könnte er alles in eurem Haus steuern, auch das öffnen der Tür ist möglich, wenn man dies Technisch vorgesehen und aus dem Internet erlaubt.

Auf das Anlegen und Verwalten von Benutzergruppen, gehe ich später näher drauf ein.

In der Visualisierung kann man zwischen zwei Reitern wählen: [startCode]Räume[endCode] und [startCode]Kategorie[endCode]. In den meisten Fällen findet man viele Komponenten in beiden Reitern. Das Deckenlicht im Schlafzimmer ist sowohl in dem Raum [startCode]Schlafzimmer[endCode] als auch in der Kategorie [startCode]Beleuchtung zu finden[endCode].

In der Loxone Visualisierung gibt es noch einen Favoriten Punkt, dem man Einstellen kann, das dieser als Startbildschirm erscheint, was ich als sehr sinnvoll erachte. Öffnet man die App, verwendet man bestimmte Komponenten häufiger als andere. Dies kann man mit "Als Favorit anzeigen" erreichen. Die Bewertung darüber ist dafür da um die Sortierung umstellen zu können, ob die Komponenten nach ihrer Benennung sortiert werden oder ob diese Bewertung dafür verwendet werden kann.

Das Programmieren

Wie ihr oben in dem Bild sehen könnt, gibt es Digitale Ein- und Ausgänge. An den Digitalen Eingängen hat man in der Regel die Taster des Hauses und an den Digitalen Ausgängen die Geräte die geschaltet werden sollen (bspw. Lampen, Stellventile, Rolladen, Steckdosen)

Seite einrichten

Jetzt klicken wir am unteren Rand des rechten Fensters auf [startCode]Seite[endCode] und sehen: Die Seite ist leer 😝

Ein- Ausgänge

Als nächstes ziehen wir von Links aus dem Peripherie-Baum sowohl den [startCode]Eingang 1[endCode] als auch den [startCode]Aktor (Relais) 1[endCode] in diese Seite in dem wir sie nacheinander anklicken und in unserer neuen Seite los lassen.

Um das ganze besser zu verstehen, gebt Ihr den beiden Komponenten erst mal vernünftige Namen. Dazu wählt Ihr die jeweilige Komponente aus und tragt in das Feld [startCode]Bezeichnung[endCode] im Eigenschaften-Fenster etwas ein, mit dem Ihr die Komponente auch im späteren Verlauf wiedererkennt.

Kurze Anmerkung an dieser Stelle, solltet Ihr die Programmierung anderer sehen, werdet Ihr u.U. feststellen, dass andere hier sehr kryptische Bezeichnungen hinterlegen sowas wie: [startCode]T EG Kü OL[endCode] für : [startCode]Taster Erdgeschoss Küche Oben Links[endCode]. Das hat den Vorteil, dass man besser in dem [startCode]Suchen[endCode] Feld danach suchen kann. Kann man machen und ist empfehlenswert, muss man aber nicht. Dadurch wird die Programmierung etwas kryptisch und für jemanden der das nicht gewohnt ist schnell unübersichtlich. Solltet Ihr das tun, könnt ihr das Feld [startCode]Beschreibung[endCode] dafür verwenden um den Text zu bestimmen, der in Apps und im Browser (Visualisierung) angezeigt werden soll.

Jetzt kann man sich schon ausmalen. Drückt man die Taste der Küche, erkennt unser Programm das und der grüne Punkt des Tasters kriegt einen anderen "Zustand". Wir haben durch das Drücken nämlich den Schaltkreis geschlossen und darauf möchten wir im weiteren Verlauf reagieren. Der grüne Punkt ist dann sozusagen "an" für die Zeit wo die Taste gedrückt wird.

Der orange Punkt an der Lampen-Komponenten ist für unser Programm die Stelle die entgegen nimmt was der Aktor für einen "Zustand" kriegen soll. Ist dort etwas verbunden, dass "an" ist, dann geht in unserem Falle die Lampe an, geht das verbundene "aus", geht auch die Lampe aus.

Die Verbindung

Wie [startCode]An[endCode], wie [startCode]Aus[endCode] fragt Ihr euch vielleicht?

Kurzes Beispiel: Klickt auf den grünen Punkt des Tasters und zieht ihn rüber zu der Lampen-Komponente. Das Ergebnis müsste dann so aussehen:


Ich möchte kurz anmerken, dass dies eigentlich keinen Sinn macht, sondern nur der Demonstration dient!

Jetzt habt ihr den Taster direkt mit eurer Lampe "verknüpft". Würdet ihr das jetzt in euren Miniserver laden, würde die Lampe immer dann angehen, wenn die Taste gedrückt wird und wieder aus gehen, sobald Ihr die Taste wieder los lasst.

Dies kann man auch einfach mal Testen, auch ohne es auf den Miniserver zu übertragen oder wenn Ihr noch keinen Miniserver habt. Dazu einfach mal oben auf [startCode]Test[endCode] und dann auf [startCode]Simulation Starten[endCode] klicken. Jetzt hat sich der Taster etwas verändert und sieht so aus:

Dieser neu erschienene graue Punkt kann jetzt angeklickt werden und wenn dieser angeklickt wird, sehen wir, dass sich der "Zustand" ändert und dieser die Lampen-Komponente beeinflusst.

Damit habt Ihr jetzt simuliert, dass jemand den Taster gedrückt hat. Es ist nicht wirklich passiert, somit geht auch keine Lampe an, aber in eurem Programm könnt ihr so nach verfolgen, was passiert oder passieren würde.

Das was wir da Programmiert haben, wird keinem in irgend einer Form nutzen, da ständig jemand am Taster stehen bleiben müsste um die Lampe an zu behalten 😂.

 Licht machen

So jetzt Butter bei die Fische...

Nun fügen wir in unsere Seite mal unseren ersten Baustein ein.

Dazu drücken wir die Taste [startCode]F5[endCode]. Jetzt müsste sich folgendes Suchfeld geöffnet haben:

 

In diesem Suchfeld findet man so ziemlich alles was wir neu in unser Programm einfügen können. Komponenten, Bausteine, Bedingungen und auch Mathematische Komponenten zum rechnen befinden sich darin.

Wenn wir jetzt einfach etwas in dieses Feld eintippen filtern wir nach der Komponente die wir haben wollen. In unserem Falle suchen wir jetzt nach der [startCode]Lichtsteuerung[endCode].

Alternativ kann man auch das Menü verwenden um eine Lichtsteuerung (oder andere Komponenten) einzufügen: (am oberen Bildschirmrand) [startCode]Mein Projekt -> Baustein einfügen -> Tasten und Schalten -> Lichtsteuerung[endCode]


Durch einen Klick auf der Rechten hälfte bzw. auf die Komponente Lichtsteuerung können wir sie auf unserer Seite positionieren. Legt die Komponente einfach mal auf der Seite ab.
Bei mir sieht das jetzt so aus:

Wenn ihr weitere Infos zu den Loxone Komponenten haben wollt, könnt Ihr euch diese durch einen Klick auf das [startCode]i[endCode] in der Komponente aufrufen.

Jetzt klicken wir einmal auf den grünen Punkt am Taster oder auf den orangen Punkt an der Lampe um die Verbindung zwischen den beiden zu trennen.

Jetzt klicken wir in der Lichtsteuerung auf das grau hinterlegte Plus (+) Symbol unten auf der linken Seite und öffnen die Palette an Eingängen die diese Komponente hat und setzen einen Haken bei [startCode]I1[endCode] und schließen diese Palette wieder.

Jetzt müsste unsere Seite in etwa so aussehen:

Anschließend verbinden wir alles miteinander. Der grüne Punkt vom Taster wird jetzt angeklickt und zu dem Orangen Punkt [startCode]I1[endCode] an der Lichtsteuerung gezogen und der grüne Punkt [startCode]AQ1[endCode] wird mit der Lampe verbunden. Das Ergebnis sollte jetzt so aussehen:

Es ist egal von wo nach wo man zieht. Man kann sowohl den orangen Punkt zum grünen als auch umgekehrt ziehen. Man kann nur keine gleichen Farben miteinander verbinden, weil sie die gleiche Funktion (Eingang oder Ausgang) erfüllen.

Die Simulation (Test -> Simulation starten) lässt uns jetzt wieder ausprobieren ob es tatsächlich funktioniert.

Mehrfachbelegung der Lichtsteuerung

Die Lichtsteuerung erfüllt noch einige weitere Funktionen. Bspw. kann man mehrere Taster und Lampen damit verbinden. Bei uns im Maxime 1000D haben wir eine offene Küche mit Wohn- und Esszimmer, somit hatte ich meine Anfangskonfiguration so:

Dies ist eine Direktschaltung. Wird [startCode]Taster Küche[endCode] gedrückt, schaltet dieser die [startCode]Lampe Küche[endCode] ein. Gleiches passiert für das Esszimmer und das Wohnzimmer.

Durch einen Doppelklick auf einen der drei Taster können alle lampen ausgeschaltet werden.

 Benutzer und Benutzergruppen

Wenn man im Peripheriebaum den Punkt [startCode]Benutzer[endCode] anwählt, dann erscheinen Oben in der Menüleiste die beiden Punkte. Mit diesen Buttons in der Menüleiste kann man neue Benutzer und Benutzergruppen anlegen.

Legt euch vernünftig klingende Benutzergruppen an. Überall [startCode]Alle[endCode] drin stehen zu haben macht zwar anfangs keine großen Probleme, aber sollte bedacht werden. Wenn ein Kind das Smartphone verliert und jemand damit dann die Tür öffnen kann, weil der finder vor eurem Haus steht, ist ebenfalls gefährlich.

Bei den Benutzergruppen empfiehlt es sich, von sehr großen Gruppen (bspw. [startCode]Alle[endCode]) immer kleiner werdende Gruppen zu erstellen.

  1. [startCode]Alle[endCode] -> Enthält auch einen Gastzugang
  2. [startCode]Familie und Tablets[endCode] -> Keine Gäste
  3. [startCode]Familie[endCode] -> Keine Gäste und keine Tablets (die ggf. im Flur hängen)
  4. [startCode]Eltern[endCode] -> Keine Gäste, Tablets und Kinder
  5. [startCode]Tablets[endCode] -> Nur Tablets
  6. [startCode]Administrator[endCode] -> Nur die/der Chefin/Chef des Hauses 😉
  7. [startCode]Niemand[endCode] -> Wenn man es aus dem Internet nicht erlauben möchte ist diese Gruppe wichtig.

Dies sind nur Vorschläge und sollen keine vollständige Liste darstellen. Vielleicht möchte man noch zusätzliche Gruppen für Kinder, Nachbarn oder Großeltern.

Bezeichnung und Passwort sind Primär wichtig bei der Anlage eines neuen Benutzers. Möchte man ihm direkt die Sortierung nach Favoriten einstellen, kann man das bei [startCode]Sortierung für Favoriten[endCode] schon mal vorauswählen.

Bei [startCode]Authentifizierung bearbeiten [endCode] kann man einen iButton hinterlegen, mit dem man bspw. die Tür öffnen kann.

Bei der [startCode]Gruppenzugehörigkeit[endCode] kann man dann noch wählen in welcher Gruppe dieser Benutzer sich befinden soll.

Wählt man die Benutzergruppe aus, so kann man dort konfigurieren ob dieser auf die [startCode]Webseiten/Apps[endCode] (Visualisierung), [startCode]Loxone Config[endCode] (Programmiersoftware), FTP oder Telnet zugreifen darf. In den Schaltzeiten kann man hinterlegen zu welchen Zeiten dieser Benutzer Berechtigungen erhält.

Mit dem Baustein [startCode]Berechtigung[endCode] kann man überprüfen ob ein Benutzer eine bestimmte Aktion gerade durchführen kann.